Mareikemareike’s Blog

Was ich schon immer zu Opel sagen wollte:

Management Summary:

Opelrettung – NEIN, DANKE.
Aus einem Ackergaul macht mein kein Rennpferd, auch wenn man ihm den Schwanz anzündet.

 

Als erstes möchte ich anmerken, dass wir in einer Marktwirtschaft leben, ob sie asozial, sozial oder übersozial ist, sei mal dahingestellt. Aber wir leben eben in dieser und da gilt immer noch das Prinzip: Angebot und Nachfrage, sowie die Tatsache, dass sich der Markt selbst reguliert. Das funktioniert ungefähr so, dass Unternehmen, die nicht über die Produkte  verfügen, die am Markt nachgefragt werden, früher oder später weg sind. Dieser Weg blüht nun ja auch den „Big 3“ aus den USA. Schlechte Unternehmensstruktur, falsche Produkte, zu starke Gewerkschaften, zu hohe Pensionsrückstellungen – die nächstbeste Krise und die bläst es weg. Das ist jetzt minimal tragisch, aber maximal realistisch. Wer nicht wettbewerbsfähig ist – muss weg. Schon DARWIN wusste, das nichts ist beständiger ist als der Wandel. Konsumverhalten ändert sich nun mal und irgendwann können es sich auch die Amerikaner nicht mehr leisten, spritfressende Bulldozer auf vier Rädern zu fahren. Hinzu kommen die finanziellen Engpässe der Menschen, die durch die diversen Krisen verursacht wurden. Summa summarum muss man zu den Big 3 sagen: Shit happens.

Tja, und wenn das Mutterschiff ins Strudeln gerät, dann erfasst dieser Strudel  irgendwann die kleinen Tocherschiffchen, die immer im Windschatten rumdümpeln. Das gilt auch für OPEL. Ich verstehe nicht, warum man da so ein Gezerre macht. Naja, eigentlich verstehe ich es schon. Wir sind im Wahljahr und da kämpft man um jede Stimme. Mit so einer vermeintlichen Firmenrettung kann man sich auch super dekorieren und mächtig Eindruck bei der Bevölkerung schinden „Mensch, die SPD/CDU sorgt sich um die Probleme der Opelaner. Auf die ist in der Krise Verlass.“  

Das sowas eben nicht funktioniert, zeigt das Beispiel Holzmann. Es steht dem Staat bzw. der Regierung nicht zu, in den Wettbewerb einzugreifen und zu entscheiden, wem man helfen soll und wem nicht. Ich weiß nicht, ob es die paar Wählerstimmen von Opel-Mitarbeitern wert sind, den Wettbewerb zu verzerren. Das Opel Agila dank Abwrackprämie zu den Gewinnern zählt, stimmt nur wenig optimistisch, denn laut Opel-Website wird der Agila in Polen gebaut und trägt nur vermindert zur Arbeitsplatzsicherung in Deutschland bei. Was auch die anderen beiden „Verkaufsschlager dank Abwrackprämie“ Hyundai und Fiat betrifft.

 

Nicht nur das die Rettung auf rein politische Interessen basiert. Nein, auch die Tatsache, dass sich seit Monaten kein geeigneter Investor findet, lässt darauf schließen, dass sich eine Rettung nicht lohnt. Nicht heute, nicht morgen und nicht übermorgen.

 

Somit verbleibe ich mit herzlichsten Grüßen

 

XXXXXXXXX

 

Der geneigte Steuerzahler

18. April 2009 - Geschrieben von | Train of thought |

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