Mareikemareike’s Blog

Zukunftslabor des Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Am 24.11.2009 findet in Salzburg das „Zukunftslabor 2″ des Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft statt.

Nähere Informationen erhalten Sie direkt beim FBK unter www.fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com

4. November 2009 Geschrieben von | Think about ... | , | Hinterlasse einen Kommentar

Wie Journalismus heute funktioniert …

17 Behauptungen, wie Journalismus heute funktioniert:

  1. Das Internet ist anders
  2. Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche
  3. Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet
  4. Die Freiheit des Internet ist unantastbar
  5. Das Internet ist der Sieg der Information
  6. Das Internet verbessert den Journalismus
  7. Das Netz verlangt Vernetzung
  8. Links lohnen, Zitate zieren
  9. Das Internet ist der neue Ort für den politischen Diskurs
  10. Die neue Pressefreiheit heißt Meinungsfreiheit
  11. Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information
  12. Tradition ist kein Geschäftsmodell
  13. Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht
  14. Das Internet kennt viele Währungen
  15. Was im Netz ist, bleibt im Netz
  16. Qualität bleibt die wichtigste Qualität
  17. Alle für alle

Mehr Informationen zum Internet-Manifest auf www.internet-manifest.de

4. November 2009 Geschrieben von | Did you know? | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Setze mich um 18:45 Uhr an meine Master …

Setze mich um 18:45 Uhr an meine Master Thesis. Es gibt noch soviel zu tun. Heute war kein wirklich produktiver Tag. Das liegt vielleicht daran, dass ich immer mehr zum nachtaktiven Menschen werde. Gestern war es 3:45 Uhr, vorgestern 2:00 Uhr, dann müsste es heute 5:00 Uhr werden, bis ich ins Bett gehe.

31. Mai 2009 Geschrieben von | Train of thought | , | Hinterlasse einen Kommentar

Warum Darwin mit F.W. Steinmeier keinen Tee trinken würde

@Frank-Walter Steinmeier:  Wir haben das Jahr 2009 – es ist das Darwinjahr. Und heute hat Sie die Bild gefragt, ob Sie der Sieger der Opel-Nacht sein? 

  • Sucht man in Google nach Veranstaltungen zu Ehren Charles Darwin so findet man 12.300.000 Einträge. 
  • Gibt man Charles Darwin ein –  erhält man 15.300.000 Einträge
  • Sucht man nach OPEL – so bekommt man 84.000.000 Einträge
  • Sucht man nach Opel in Kombiniation mit Staat so findet man immerhin 443.000 Einträge 

443.000 Einträge sind in Relation zu den anderen drei Ergebnissen relativ wenig, für die zukünftige Entwicklung unseres Landes und der damit verbundenen Wirtschaft könnte dies jedoch bald schwerwiegende Folgen haben. Opel mit 1,5  Mrd. EUR Überbrückungskredit am Leben zu lassen, war keine Entscheidung, die zukunftsweisend ist. Wir reden hier von einem Automobilhersteller, den eigentlich niemand für voll genommen hat – bis, ja bis zu dem Zeitpunkt, als das mit der staatlichen Stütze ans Licht kam. Und dann ging es los – Politiker, die über nicht weniger Mitnahmementalität verfügen, als der durchschnittliche Bundesbürger – drückten sich in die Presse, manche sogar bis nach Detroit. Immer im Sinne der BRD im allgemeinen und der Bundesbürger im speziellen. Wobei man hier BRD neu definieren muss, also BRD = Sicherung der Macht durch Erwerb der Mehrheit am 27.09.09 in der Bundestagswahl. Bundesbürger, darunter sind die 70.000 (69.999 Mitarbeiter die direkt und indirekt an OPEL hängen + 1 in Person Claus Franz, Betriebsratskoryphäe) gemeint. Die wirkliche Meinung des Volkes kennt niemand, es wird ja auch nicht gefragt. 

Was aber hat die Regierung bewegt, einen „unscheinbaren“ Automobilhersteller wie Opel zu retten? Fragt man nach dem „typischen Opelfahrer“ so bekommt man keine wirkliche Antwort, denn Opel mangelt es, wie KIA, SUBARU etc, an Charisma. Und was kein Charisma hat und was uns nicht bewegt, das würden wir nicht vermissen. Es ist natürlich klar, dass ich hier leichtfertig über 70.000 persönliche Schicksale schreibe, aber wir sind nun mal nicht die Heilsarmee. Die Wirtschaft lebt nun mal, wie die Natur und wir Menschen von der Evolution. Nur die, die sich schnell genug an neue Gegebenheiten anpassen haben eine Chance. Es hilft nichts in der Vergangenheit zu buddeln, auf Vergangenheit gibt es keinen Kredit, die Zeiten haben sich verändert und wir verändern uns mit oder wir werden zwangsweise verändert, dann aber nicht bottom-up sondern top-down. 

Was hat aber Opel mit Darwin zu tun und warum ist die Rettung so gefährlich? Der weltweite Automobilmarkt befindet sich im Abwärtstrend. Im Moment verfügen wir über eine Produktionskapazität von 94 Mio. , die aktuelle Nachfrage nach Autos liegt aber nur bei 60 Mio. Wir sprechen also hier von einem riesigen Überhang, der sich durch die Krise sicher noch verschärfen wird – es gibt Prognosen, die sprechen für eine Nachfrage in Höhe von nur noch 50 Mio Fahrzeugen.

Wäre der Automobilmarkt ein Wald, die Produktionskapazitäten die Tiere und die Nachfrage der Wald, der zur Verfügung steht. Hätten wir folgendes Szenario: Die Fläche des Waldes wird immer kleiner, während die Tiere in der gleichen Anzahl blieben, sich eventuell noch vermehren würden. Was wäre demnach die logische Konsequenz? Nur die Tiere, die schnell lernen auf engstem Raum zu leben und sich den dramatischen Veränderungen anzupassen, hätten die Chance um zu überleben. Aber selbst wenn sie es schaffen, das andere vor ihnen sterben, so könnte der Wald immer noch so stark geschädigt sein und irgendwann würden auch die stärksten Tiere kaputt gehen, weil der Kreislauf in diesem Wald nichts mehr funktioniert.

Jetzt ist zu klären welche Rolle der Staat hat? Ganz klar: Er ist der Jäger. In Deutschland ist es gewöhnlich so, dass im Falle einer Überpopulation die Jäger das Gleichgewicht herstellen, indem sie die Tiere erlegen, die das natürliche Gleichgewicht aufgrund ihrer Überzahl gefährden. Was macht aber der Jäger in unserer Geschichte? Er schiebt immer mehr Tiere in den Wald, in der Hoffnung, wenn er von jeder Rasse mehr hinzutut, würde das Gleichgewicht wieder stehen. Er hat sicher recht, denn das Gleichgewicht stimmt dann wieder, nur verdoppelt sich die Geschwindigkeit des Verdrängungswettbewerbs, was dann zu einem relativ schnellen Absterben der Tiere und des Waldes führen würde.

Bedeutet also für die aktuelle Situation auf dem Automobilsektor: Was sich nicht aus eigener Kraft erhalten kann, hat auf dem Markt nichts mehr verloren. Die Subvention der Landwirtschaft hängt uns immer noch, da benötigen wir nicht auch noch eine Subvention der Automobilindustrie. 

Liebe Regierung, vielleicht schaffen Sie es noch bis zum 27.09.09 eine Darwin-Veranstaltung zu besuchen. Ansonsten wünsche ich Ihnen viel Spass am 28.09.09 dem deutschen Volk vor die Augen zu treten und neue Steuererhöhungen (besonders die Erhöhung der MwSt auf 25%) mitzuteilen, da die Opel-Sanierung leider ein finanzielles schwarzes Loch wurde und sie auch noch Arcandor, Infineon, ContiSchäffler, Porsche sowie zig tausende Mittelständler retten mussten. Weil das Bundesverfassungsgericht zwecks demokratischer Gerechtigkeit dazu verdonnert hat.

31. Mai 2009 Geschrieben von | Train of thought | Hinterlasse einen Kommentar

Vor Darwin kommt Malthus

Eigentlich wollte ich nur den Darwinismus, der in der heutigen Zeit total vernachlässigt wird, thematisieren. In meiner Recherche bin ich auf das Werk „The Principle of Population“ von Thomas Robert Malthus gestossen. Es hängt insoweit mit Darwin zusammen, als das er das Werk im September 1838 studierte – im Rahmen seiner Recherchen zum Schwerpunkt menschliche Statistiken. Grund hierfür war das zunehmende Elende um ihn (ich rede noch von Darwin) herum. Kommen wir jetzt kurz zum Werk „The Principle of Population“:

Malthus stellte die These auf, dass die Bevölkerungszahl expontiell wachse, die Nahrungsmittelproduktion jedoch nur linear. Was dazu führen würde, dass die Schere zwischen Nahrungsmittelangebot und Nahrungsmittelnachfrage im größer wird. Für die damalige Bevölkerung bedeutete das: steigende Nahrungsmittelpreise und sinkende Reallöhne (Nominallohn minus Preisanstieg d. Nahrungsmittelpreise) Malthus sah dadurch die Entwicklung von sozialen Unruhen in englischen Großstädten seiner Zeit, begründet durch  Armut,  Hunger,  Krankheit,  Slumbildung.  Nach Malthus handele es sich um einen naturgesetzlichen Zyklus, in dem sich im Verlauf der fortschreitenden Verelendung der Bevölkerung durch Krankheit und Seuchen die Bevölkerung wieder reduziere. Danach beginne der Zyklus von neuem. Für die Industrieländer wurde diese These bereits falsifiziert – mit Hinblick auf den schnellen technischen Fortschritt, aber auch unter Berücksichtigung von Nahrungsmittelimporten aus ärmeren Ländern. 

Darwin las „The principle of Population“ und gelangte zu dem Schluss, dass Überbevölkerung der auslösende Faktor für Konkurrenz und Selektion sein müsste -> wie folgende Notiz von ihm zeigt 

„darauf vorbereitet, den Kampf ums Dasein richtig einzuschätzen … kam mir plötzlich in den Sinn, dass unter diesen Umständen vorteilhafte Variationen erhalten bleiben müssen, während unvorteilhafte zugrunde gehen. Somit hatte ich nun zumindesten eine Theorie, auf der ich aufbauen konnte.“ (Auszug aus Autobiography)

Malthus’ Überbevölkerung und Konkurrenzkampf als Kernpunkt und die Gesellschaftstheorien von Whig-Granden stimmten mit Darwin persönlicher Auffassung überein. 

 

Literaturhinweise:

Desmond, Adrian, Charles Darwin – kurz & bündig, 2008

http://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsfalle

31. Mai 2009 Geschrieben von | Train of thought | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Zukunft von Kaufhäusern

karstadtSeit Arcandor gestern kommuniziert hat, wie schlecht es um sie steht, seit diesem Zeitpunkt wird diskutiert, ob Kaufhäuser überhaupt noch zeitgemäß sind. Die grundlegenden Konzepte stammen aus den 50er Jahren, sie sind in den letzten Jahren in neue Gewänder gekleidet worden, aber an der Ausrichtung hat sich nichts geändert. 

Ich selbst gehe nur ungern in Kaufhäuser. Das liegt sicher an den Gründen, warum es eben diesen immer schlechter geht.

Die Kaufhäuser verfügen über ein vielfältiges Produktsegment, aber eben immer nur in der Breite und nicht in der Tiefe. Sie haben von fast allem etwas da, aber nie etwas richtiges. Man kann zwischen fünf Braun-Rasierern wählen, aber irgendwie ist man doch von Elektromärkten verwöhnt, da kann man zwischen 30 Braun-Rasierern wählen.

Genau so veraltet wie das eigentliche Kaufhaus-Konzept ist das Verhalten einer durchschnittlichen Verkäuferin bzw. Verkäufer. Sie haben das Talent einem Kunden das Gefühl zu geben, er sei unerwünscht. Irgendwie ist nie jemand für eine Abteilung verantwortlich, wenn man überhaupt jemanden erwischt. Oft bin ich ohne die Ware aus dem Kaufhaus gegangen, weil es mich geärgert hat und ich nicht bereit war für suboptimale Kundenorientierung Geld zu bezahlen.

Das Thema mit der „grünen Wiese“. Wie schon angemerkt, komme ich aus dem Osten. Also jenem Teil der Republik in dem in den 90er Jahren die Einkaufszentren aus der grünen Wiese „geschossen“ sind. Leider waren dort auch Kaufhäuser wie Sinn&Leffers, Karstadt, Galeria Kaufhof zu finden. Also, die Schuld nur auf die Einkaufszentren zu schieben, kann so richtig nicht sein.

Ich denke es gibt eine Chance für Karstadt, aber das erfordert ein komplettes Umdenken. Ich rede hier nicht von dem Sanieren alter Gebäude, den das wäre wieder nur „alte Idee – neues Gewand“. Ich meine damit ein revolutionäres Konzept, den evolutionär ist hier leider nicht mehr möglich.

Ich habe auch schon einige Ideen, wie sich Karstadt von Konkurrenten wie Galeria Kaufhof oder Breuninger abheben kann. 

Die werde ich gleich mal in meinem Moleskine verewigen – dieses kleine Buch für große Ideen.

„Schon beim Zuschauen kann man eine Menge sehen.“  Yogi Berra

21. April 2009 Geschrieben von | Train of thought | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Was ich schon immer zu Opel sagen wollte:

Management Summary:

Opelrettung – NEIN, DANKE.
Aus einem Ackergaul macht mein kein Rennpferd, auch wenn man ihm den Schwanz anzündet.

 

Als erstes möchte ich anmerken, dass wir in einer Marktwirtschaft leben, ob sie asozial, sozial oder übersozial ist, sei mal dahingestellt. Aber wir leben eben in dieser und da gilt immer noch das Prinzip: Angebot und Nachfrage, sowie die Tatsache, dass sich der Markt selbst reguliert. Das funktioniert ungefähr so, dass Unternehmen, die nicht über die Produkte  verfügen, die am Markt nachgefragt werden, früher oder später weg sind. Dieser Weg blüht nun ja auch den „Big 3“ aus den USA. Schlechte Unternehmensstruktur, falsche Produkte, zu starke Gewerkschaften, zu hohe Pensionsrückstellungen – die nächstbeste Krise und die bläst es weg. Das ist jetzt minimal tragisch, aber maximal realistisch. Wer nicht wettbewerbsfähig ist – muss weg. Schon DARWIN wusste, das nichts ist beständiger ist als der Wandel. Konsumverhalten ändert sich nun mal und irgendwann können es sich auch die Amerikaner nicht mehr leisten, spritfressende Bulldozer auf vier Rädern zu fahren. Hinzu kommen die finanziellen Engpässe der Menschen, die durch die diversen Krisen verursacht wurden. Summa summarum muss man zu den Big 3 sagen: Shit happens.

Tja, und wenn das Mutterschiff ins Strudeln gerät, dann erfasst dieser Strudel  irgendwann die kleinen Tocherschiffchen, die immer im Windschatten rumdümpeln. Das gilt auch für OPEL. Ich verstehe nicht, warum man da so ein Gezerre macht. Naja, eigentlich verstehe ich es schon. Wir sind im Wahljahr und da kämpft man um jede Stimme. Mit so einer vermeintlichen Firmenrettung kann man sich auch super dekorieren und mächtig Eindruck bei der Bevölkerung schinden „Mensch, die SPD/CDU sorgt sich um die Probleme der Opelaner. Auf die ist in der Krise Verlass.“  

Das sowas eben nicht funktioniert, zeigt das Beispiel Holzmann. Es steht dem Staat bzw. der Regierung nicht zu, in den Wettbewerb einzugreifen und zu entscheiden, wem man helfen soll und wem nicht. Ich weiß nicht, ob es die paar Wählerstimmen von Opel-Mitarbeitern wert sind, den Wettbewerb zu verzerren. Das Opel Agila dank Abwrackprämie zu den Gewinnern zählt, stimmt nur wenig optimistisch, denn laut Opel-Website wird der Agila in Polen gebaut und trägt nur vermindert zur Arbeitsplatzsicherung in Deutschland bei. Was auch die anderen beiden „Verkaufsschlager dank Abwrackprämie“ Hyundai und Fiat betrifft.

 

Nicht nur das die Rettung auf rein politische Interessen basiert. Nein, auch die Tatsache, dass sich seit Monaten kein geeigneter Investor findet, lässt darauf schließen, dass sich eine Rettung nicht lohnt. Nicht heute, nicht morgen und nicht übermorgen.

 

Somit verbleibe ich mit herzlichsten Grüßen

 

XXXXXXXXX

 

Der geneigte Steuerzahler

18. April 2009 Geschrieben von | Train of thought | | Hinterlasse einen Kommentar

Wie blühende Landschaften verwelken

Ich bin 27 Jahre alt, weiblich, bin im Osten Deutschlands geboren und lebe seit 1998 in Baden-Württemberg. Man könnte also meinen, ich bin es von Haus an gewohnt, mit Krisen, schwierigen Situationen und Vorurteilen klarzukommen bzw. sehne mich sogar danach.Vielleicht. Aber glauben Sie mir, am Anfang war es schon schwierig in Stuttgart. Wer denkt denn schon dass sich hinter LKW mit ABS ein Leberkäs-Weckle mit a bissl Senf verbirgt. Aber das nur hier am Rande.

 

Bevor ich aber meine Meinung kundtun möchte, muss ich eine Sache klarstellen. Nach dieser Krise wird wohl niemand im Westen mehr den Kopf schütteln können, wenn es darum geht sich an Illusionen wie blühende Landschaften, Beschäftigungssicherung oder Firmenrettung durch den Staat zu klammern. Denn das ist das, was die meisten Menschen in Deutschland tun. Sie klammern, hoffen und verdrängen Sachen, die unvermeidlich eintreten werden. Wir können nach der Wirtschaftskrise also von einer Ost-West-Anpassung auf sehr niedrigem Niveau sprechen – nämlich auf dem Niveau von verwelkten Landschaften.

 

Was aber drängt mich dazu, meine Meinung zur aktuellen Situation zu publizieren?

Um es betriebswirtschaftlich korrekt auszudrücken: Ich bin ein 100%iger Stakeholder dieser Finanz- und Wirtschaftskrise. Emotional würde es man wohl so formulieren: Es geht um die Menschen, die eine Zeit miterleben, über die man in 50 Jahren vielleicht von der „größten Krise aller Zeiten“ sprechen wird. Wenn in 50 Jahren überhaupt noch gesprochen wird und nicht irgendeine Großmacht die Nerven verloren hat und auf den roten Buzzer des Atomwaffenkoffers gedrückt hat – zwei Tage bevor der Aufschwung wieder eintrat und die Rezesszion bzw. Depression offiziell vorbei war.

 

Ausserdem beschäftigt mich diese Krise. Jetzt mehr denn je, denn heute gab es auch bei unserem Arbeitgeber eine außerordentliche Betriebsversammlung. Ich arbeite seit 11 Jahren in diesem Unternehmen, heute war es das erste Mal, dass ich bei einer Betriebsversammlung war. Der komplette Standort war da. Es war ein komisches Gefühl plötzlich zu wissen, dass die Krise nicht mehr nur bei Banken, Mittelständlern, Autozulieferern und im Produktionsbereich großer Konzerne ist, nein, jetzt ist sie bei uns angekommen. Es geht um Arbeitszeitkürzung, Erweiterung der Kurzarbeit, Verschiebung der Auszahlung der Erfolgsbeteiligung und Verschiebung der tariflichen Lohnerhöhung. Es ist deswegen eine Farce, weil uns die Erfolgsbeteiligung, die uns unser Vorstand noch vor einigen Wochen zugesagt hat, mit dem April-Gehalt ausgezahlt werden sollte. Nun wurde die Auszahlung auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben, während unsere Führungskräfte ihre Boni mit dem Märzgehalt ausgezahlt bekommen haben. Die Krise trifft eben die einen mehr und die anderen weniger.

 

Last but not least: Ich bin Bürger der Bundesrepublik Deutschland mit meinem Steuergeld werden Banken und ausländische Automobilhersteller (im Rahmen der Abwrackprämie) finanziert und ich möchte einfach meine Meinung zu diesem Thema abgeben.

 

Mit der Abwrackprämie geht es los ->

2. April 2009 Geschrieben von | Think about ... | Hinterlasse einen Kommentar

Das langsame Entstehen der Master Thesis

Meine erste Umfrage steht online zur Verfügung:

http://www.onlineumfragen.com/login/main.cfm?typ=o&popupblock=1&startpos=0&goto=0&sprachstart=&CFID=973866&CFTOKEN=bd3e340f62c96721-325E6C0D-1D09-676D-A606CD8AEE5B6AB9&jsessionid=f0305708e447ecb9d1c1647847684a72391a

23. März 2009 Geschrieben von | Train of thought | Hinterlasse einen Kommentar

Information + Flut = Wissen + Unwissen

Aber mit Twitter ist es wie mit allen anderen Medien, die wir für Informationsbeschaffung nutzen: Man muss mit dem Medium umgehen können und mit dem Wulst an Informationen, auf die wir täglich zugreifen können. Denn bekanntlich wächst mit dem Wissen, das Nichtwissen. Daher denke ich, dass Google als Suchmaschine der aktuellen Zeit nicht mehr gerecht wird. Es ist einfach nicht in der Lage, präzise Informationen zu liefern. Es reicht eben nicht zu einem Suchbegriff einfach nur 640.000 Links anzuzeigen, sondern die Informationen müssen präzisse sein. Gerade bei unantastbaren Informationen, wie geschichtliche Ereignisse, Geburtstdaten von Persönlichkeiten. Aber das ist der Job von Google und Co. diese Herausforderungen zu meistern.

Wir selbst laufen Gefahr komplett abzustumpfen, aufgrund der Flut der Informationen.

15. März 2009 Geschrieben von | Train of thought | Hinterlasse einen Kommentar

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